Nikon 1: Kaufen oder nicht?

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Jetzt ist sie da, die Nikon 1, als v1 und J1-Modelle, alle schön glattgelutscht aber mit professionellen Ansprüchen.

Jetzt die Frage: Genügt die Nikon 1 überhaupt den Ansprüchen, die sie an sich selbst stellt?

Die Unterschiede zwischen der Nikon 1 J1 und der V1 sind wie folgt:

J1: 420.000 Pixel 3″ Monitor auf der Gehäuserückseite, Ausklappblitz statt EVF, elektronischer Verschluss, Staubschild, EN-EL20 Akku, 1 IR-Sensor vorne (für IR-Fernauslösung)

V1: 1.440.000 Pixel 1/2″ elektronischer Sucher & 920.000 Pixel Monitor auf der Gehäuserückseite, zusätzlicher manueller Verschluss (100.000 Auslösungen), Ultraschall-Sensorreinigung, EN-EL15 Akku, 2 IR-Sensoren (1 vorne, 1 hinten)

Die Sensorgröße mit 8,8×13,2mm liegt genau zwischen der Standard-Kompaktkameragröße und den Fourthirds-Sensoren. Für alle die sich das gefragt haben: Ja, man kann NEF-RAW-Aufnahmen mit der Kamera machen.

Nachdem sich meine 1. Begeisterung gelegt hatte, nahm ich mir mal die Zeit um mir die Nikon 1 von allen Seiten anzusehen. Das 1. was mir bei der Gehäuserückseite aufgefallen ist: Ein Drehknopf für verschiedene automatische Modi wie Video, die neue „bewegter Schnappschuss“-Funktion , die „Smart“- sowie die Foto-Automatik, aber kein P/A/S/M! Da ist doch noch mehr als genug Platz auf dem Drehknopf, Nikon! Keine programmierbaren Buttons in Sicht, nicht ein einziger! Und es gibt nicht ein einziges Wählrad!!! Belichtungszeit und Blende müssen also über Menüs ausgewählt und eingestellt werden. Statt einem Standard-Zubehörschuh mit Kontakten für die Blitzgeräte, die wir alle haben gibt es jetzt eine Zubehörbuchse in die gerade 2 Dinge passen: ein Miniblitz und ein GPS-Adapter, den man evtl. auch hätte einbauen können.

Man hätte man diese Features gleich der V1 hinzufügen können, ohne das Design zu sehr mit Funktionen zu überladen. Das würde den Bajonettadapter auch sinnvoller erscheinen lassen – denn die neueren AF-S Objektive (AF-G) besitzen z.B. überhaupt gar keinen Blendenring mehr. Wenn die Kamera die Benutzung des Blendenringes überhaupt zulässt oder nur mit „FF“ herumzickt sobald die Blende nicht auf den größtmöglichen Wert festgequetscht ist.

Gedacht ist diese Kamera für den Consumer, der von der Kompakten aufrüsten will, eher weniger für den Enthusiasten oder Profi, der sich die Nikon 1 als Zweit- oder Drittgerät zulegt. Leider ist die Nikon 1 mir für die gebotenen Features über 100€ zu teuer. Ich für meinen Teil werde also abwarten und schauen, was Nikon da in Zukunft noch an Erweiterungen und neuen Modellen (mit den erwähnten Verbesserungen) auf den Markt bringt, sobald J1 und V1 erstmal den Weg geebnet haben.

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