Blitzgeräte und sinnvolles Zubehör

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Auch wenn man kein „Strobist“ ist, einen Blitz sollte jeder der fotografiert besitzen. Der in den meisten Kameras eingebaute Hilfsblitz ist eben nur das, ein Notblitz um überhaupt ein brauchbares Foto zu bekommen. Für kreative Blitzlichtfotografie ist er ungeeignet. Ich schreibe hier über das Nikon-System, aber die meisten Kamerahersteller stellen sich im Blitzsegment ähnlich auf.

Das Sinnvollste an Nikon-Blitzen ist das CLS, also das koordinierte, drahtlose Aufhellen mit Blitzlicht. SB-900, SB-800 und SB-700 haben eine Master-/Slavefunktion, der SB-600 nur eine Slavefunktion. Von der Leistung sind die relativ ähnlich, der SB-800 hat den meisten Saft (mit Zusatzbatteriefach), der SB-900 hat dafür einen Zoomreflektor der bis 200mm reicht. Der SB-600 und SB-700 haben etwas weniger Leistung als der SB-800 ohne Zusatzbatteriefach; für alle 3 Nikon-Blitze gibt es die SD-8 und SD-9 Akkupacks, mit denen man wesentlich kürzere Blitzfolgezeiten rausholen kann. Der SB-900 ist meiner Meinung nach der beste Systemblitz auf dem Markt, habe den jetzt 2 Jahre und hat sich bewährt. Der SB-800 ist der zuverlässigste und robusteste Blitz bis jetzt. Mir ist bis jetzt noch keines meiner Nikon-Blitzgeräte abgeknistert, für den höheren Preis erhält man schon eine deutlich bessere Qualität.

In einer anderen Sparte ist Nikons R1-System zuhause: Makrofotografie. Statt einem Ringblitz kann man mit den ferngesteuerten SB R-200 vom Zangenblitz bis zum Ringblitz aus 8 Einzelblitzen alles zusammenstellen. Gesteuert wird das System entweder über die Kommandofunktion des Kamerablitzes (der nach vorne abgedeckt wird um nicht bildwirksam zu werden) oder wesentlich eleganter über die IR-Einheit SU-800. Mit diesem System ist eine wesentlich plastischere Makrofotografie möglich, man kann das Licht wirklich sehr genau kontrollieren und es ist keine Atomphysik das Ganze zu bedienen – das alles zu einem verhältnismäßig günstigen Preis.

Für den Anfang ist ein SB-600 oder das neue Pendant SB-700 vollkommen ausreichend und auf jeden Fall kompatibel zum CLS. Die Unterschiede sind nicht groß und man kann beide prima als Slave nutzen, ich hab einen z.B. gerne in einer Ezybox (siehe unten) oder an einem Reflektor montiert. Es ist also auch eine Anschaffung die man immer nutzen kann, selbst wenn man einen SB-900 hat. Wer auf das CLS pfeift (obwohl es der größte Vorteil des Nikon-Blitzsystems ist) kann auch die Nissin-Blitze nutzen. Wer Leistung braucht, hole sich einen Quantum Qflash, alternativ einen Metz-Stabblitz (beide für Nikon/Canon/Fuji usw.).

Was kann man dazu holen?

Nikon SC-29. Jeder der blitzt sollte ein TTL-Kabel haben, zumal die Dinger nicht sehr teuer sind und sehr viel bringen. Sobald man Kamera und Blitz trennt wird das Blitzlicht in 90% der Fälle besser, interessanter. Der SC-29 hat im Gegensatz zum SC-28 noch ein integriertes AF-Hilfslicht, das im Halbdunkel und wenn der Blitz mal wieder ganz woanders hin zeigt auf jeden Fall sinnvoll ist.

Lumiquest ProMax. Super Komplettsystem, sehr vielseitig, sehr platzsparend zu verstauen. Der 80/20 bildet das Grundgerüst, man kann verschiedene Reflektionsplatten und Diffusorfolie ankletten. Der 80/20 alleine ist schon eine geniale Erfindung, mit den Reflektoren bleiben fast keine Wünsche offen. Da kann man die mitgelieferten „Joghurtbecher“ dann in der Tasche lassen, der Diffusoraufsatz hat dann meist ausgedient. Einziger Nachteil: umständlicher aufzusetzen als die Standarddiffusoren.

Lastolite Ezybox. Eine mobile Softbox, die es in 2 verschiedenen Größen gibt. Nicht billig und maximal 60x60cm groß, dafür transportabel und erzeugt ein wunderbar ungerichtetes Licht. Kann von einem Assistenten an einer Teleskopstange gehalten werden während man mit einem SU-800 oder dem TTL-Kabel auslöst. Zusammen mit einem Triflip derselben Firma hat man schon ein vielseitiges Mini-Lichtkit für unterwegs.

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