Fotozeitschriften

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Um auf einem einigermassen aktuellem Stand zu bleiben halte ich ein paar Zeitschriften über das Fotothema abonniert, einige kaufe ich eher spontan nach kurzer Durchsicht und bei Interesse. Im Folgenden werde ich mal das große Thema „Fotozeitschriften“ kurz anreissen und die wichtigsten Vertreter nennen.

Meine 1. Wahl trägt den klangvollen Namen Profifoto und bietet mir alles was ich suche. Diese Zeitschrift hat allerdings auch ihren (stolzen) Preis. Eine gute Zusammenstellung aus interessanten Berichten, guten Portfolios (vielseitig und gut gemischt!) und diversen Siegerfotos internationaler Wettbewerbe.

Aus demselben Verlag (GFW) mit teilweise denselben Redakteuren: FotoHits (ehem. Fotoheft). Kostet fast nix, hat aber nette Aktionen und ist redaktionell erstaunlich hochwertig. Trotzdem ist die Zeitschrift auch anfängerfreundlich und bietet einen guten Querschnitt an kompakten Tests an. Für den Preis…

Die Photographie bekommt man mit der DVF-Mitgliedschaft gleich mit dazu. Ich habe die früher gerne auf dem Couchtisch liegen lassen, da haben Besucher gleich was zu gaffen wenn sie auf das Hochglanzcover gucken. In 90% der Fälle sind da nämlich (verzeiht den Chauvie-Kommentar) „Peitschen“ abgebildet, und was für welche. Redaktionell eher mau (den Denter mit seinen Erbsen und Möhren kann ich nicht mehr lesen), ausser Doc Baumanns Kolumne. Die lese ich immer wieder gerne.

Auch schön, teilweise aber vielleicht zu speziell: Arbeiterfotografie, Schwarzweiss (definitive Empfehlung!), Naturfoto, Photonews.

Spezieller sind „Victor“ von Hasselblad, „LFI“ von Leica Camera AG und (eher als Negativbeispiel) das „NPS Magazin“ von Nikon. Diese Zeitschriften sind markengebunden, bieten nette bis sehr schöne Fotos aus der jeweiligen Kamerawelt, aber mehr auch nicht. Besonders das NPS-Heftchen versteht sich selbst eher als Eigenwerbung.

Colorfoto, Fotomagazin, DigitalPhoto und wie sie alle heissen sind größtenteils mit Kaufberatungen vollgestopft und bieten nur mittelmäßigen redaktionellen Inhalt. Muss ich nicht haben, bieten „für jeden etwas“, sind mir aber viel zu sehr auf digitale Spiegelreflexfotografie beschränkt mit zuviel Technobabble und zu wenig wirklich guten Wort- und Bildbeiträgen.

Zahlreiche Computermagazine bieten auch einen DSLR-Ableger an, bekannt z.B. als „Chip Foto & Video“. Von diesen Magazinen halte ich gar nichts, sie beschäftigen sich fast nur mit Kameratests und bieten regelmässig dieselben alten Tricks für Einsteiger als „Lehrgänge“ an. Das machen die Colorfoto, Fotomagazin und Konsorten zwar auch, aber der Wiederholungsgrad ist niedriger und die Beiträge sind dann doch einfallsreicher.

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  1. hallo sam,
    stimme dir weitestgehend zu, nur finde ich das die profifoto mittlerweile zu sehr als verlautbarungsblatt der kameraindustrie abgeglitten ist… zu viel als redaktionell getarntes abschreibsel von produktzetteln…die berichte über die bildszene sind aber gut..
    und kennst du die grossformatige …photonews.. ?
    lg, jürgen

    • Stimmt leider. Momentan lese ich kaum noch die Fotozeitschriften die ich abonniert hab (derer gibt es drei!).

      Der Kaufberatungs-Anteil ist mittlerweile viel zu groß geworden – unter anderem ist das natürlich auch dem Umstand geschuldet, dass die Hersteller neue Modelle teilweise im Wochentakt auf den Markt bringen.

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