Archiv für den Monat Juli 2011

Fotoliteratur, die Zweite

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Nochmal was zum Lesen…

Susan Sontag: „Über Fotografie“
Müsste eigentlich „Gegen Fotografie“ heissen und ist heute so aktuell wie 1977, sogar aktueller denn je. Pseudonaturalismus, die Degradierung des Menschen zum „Objekt“, inflationäre Bilderflut und regelrechtes „Abstumpfen“ durch Fotografie sind große Themen unserer Zeit die Susan Sontag schon vor über 30 Jahren so gesehen hat. Auch „Regarding The Pain Of Others“: Sehr gutes Buch über Kriegsfotografie und die Moral der Fotografie allgemein. Lies den Rest dieses Beitrags

Fotoliteratur, die Erste

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Welches Standardlehrwerk würde ich Fotoenthusiasten als erste Anschaffung empfehlen? Manchmal wird man gefragt, oft verweise ich auf folgendes Buch:

Andreas Feiningers „Große Fotolehre“. Man kann dort zum Beispiel folgenden Abschnitt lesen:

Wenn sie von mir nur ein Rezept erwarten, wie sie leicht zu guten Resultaten kommen können, dann haben sie mit dem Kauf dieses Buches Ihr Geld verschwendet. Denn alles, was sie brauchen, ist schon nett in den einfachen Gebrauchsanweisungen zusammengefasst, die Ihrem neuen Fotoapparat, Belichtungsmesser und Film beiliegen, und zwar kostenlos. Wenn sie aber zu den Fotografen gehören, die noch an Qualität glauben, an ehrliche Arbeit, an sinnvolle Resultate, dann werden sie alle notwendige Führung auf den Seiten und in den Bildern finden. Mehr zu geben ist unmöglich – alles übrige liegt bei Ihnen. Dieses letzte Notwendige zum Erfolg, das schöpferische Gestalten, kann nicht gelehrt werden.

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Tipps: Blitzposition

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6. Tipp: Blitz umpositionieren

Ein kleiner Tipp für Blitzlichtfotografien, der sofort hilft bessere Bilder zu machen:

Den Blitz vom Blitzschuh nehmen und stattdessen über ein TTL-Kabel mit dem Blitzschuh verbinden. Egal von wo das Blitzlicht kommt, es sieht besser aus als wenn der Blitz auf dem Blitzschuh hängt. Den Blitz in die linke Hand nehmen und am besten von schräg oben scheinen lassen (allerdings nicht so dass die Nase des Modells einen Schatten schlägt), der Diffusor sollte dabei angesteckt sein, eventuell sollte das Licht erst von der Decke abprallen (ein 80/20 von Lumiquest wäre nicht verkehrt). Die rechte Hand hält natürlich die Kamera und drückt den Auslöser. Da Blitzlicht nicht 100% berechenbar ist, hilft es, ein wenig zu probieren; der Rest kommt mit der Erfahrung.

Leute mit einer schweren Kamera können eine Blitzschiene mit eingebautem „kaltem“ Blitzschuh verwenden, die es in mannigfaltiger Vielfalt gibt (mit abnehmbarem vertikalem Arm usw.).

Besser ausgerüstete Leute können ihre Blitze auch fernzünden, z.B. mit der Nikon SU-800 oder einem der zahlreichen Blitzfernauslöser von Elinchrom Skyport bis Pocketwizard. Die Blitze kann man dann mit z.B. mit Superclamps und Gelenkarmen aus allen möglichen Richtungen aufstellen (auch mit Softboxen). So kann man an so ziemlich jedem Ort ein Studio improvisieren (entsprechende Blitz- und Reflektoren-/Diffusorenzahl vorausgesetzt).

Technik: Lichtfeldfotografie

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Das Startupunternehmen Lytro hat die Flagge auf neuem Territorium gesetzt: Lichtfeldfotografie.

http://www.lytro.com

Basierend auf folgenden Forschungen der Stanford Universität:

http://lightfield.stanford.edu

Mittlerweile soll es gelungen sein, die großen Kamera-Arrays (ca. 100 Kameras) in einen Chip zu komprimieren, der nicht nur Farbe und Intensität sondern auch den Vektor eingehender Lichtstrahlen mit aufzeichnet. Lies den Rest dieses Beitrags

Fotografie auf Deutsch

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Was ist „typisch Deutsch“? Kann man natürlich nicht sagen. In den letzten Jahren haben sich in der Fotografie viele neue Trends etabliert, der Markt ist allgemein sehr stark gewachsen. Fast jeder fotografiert heute, ob mit Handy, Kompaktkamera oder Spiegelreflex und fast nur noch digital. Wenn man sich die Bilderflut bei Flickr oder vergleichbaren Diensten mal „querliest“, lassen sich aber internationale und typisch deutsche Trends beobachten, natürlich stark abhängig vom Niveau das da betrieben wird. Lies den Rest dieses Beitrags

Test: 50mm f/1.2 AiS Nikkor

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Ich schau fett in die Röhre, um ganz genau zu sein durch eine Röhre mit einer Öffnung von 1:1.2 – dem ollen manuellen 50mm Ai-S Nikkor.

Die Dinger kann man entweder gebraucht bei eBay kaufen, zu horrenden Preisen versteht sich, oder für denselben Preis fabrikneu. Die meisten Deppen können leider gar nicht glauben, dass diese „Schätzchen“ immer noch in Sendai vom Band laufen, immer noch komplett in Metall gefasst mit eingefrästen Skalen.

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Tipps: Kamera optimal halten

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5. Tipp: „Da Grip“

Ich übernehme diesen Tipp 1:1 von Joe McNally, der diesen Tipp u.A. in seinen Workshops gibt wo er häufig nach der besten Art die Kamera zu halten gefragt wird.

Es ist wichtig, die Kamera bei längeren Belichtungszeiten (etwa 1/Brennweite in mm) an etwas großem, trägem abzustützen, z.B. eine Säule, eine stabile Absperrung o.Ä. – sollte das nicht möglich sein und das Dreibeinstativ sinnvollerweise zuhause herumliegen oder nicht erlaubt sein (und das Einbeinstativ ist mal wieder im Auto geblieben) kann die richtige Handhabung der Kamera für verwacklungsfreie Aufnahmen (im gewissen Rahmen) sorgen. Für Fotografen, die das linke Auge bevorzugen ist diese Technik einfacher anzuwenden als für Leute wie mich, die mit dem rechten Auge durch den Sucher schauen. Es klappt aber auch.

Zuerst greift man die Kamera normal im Querformat. Die rechte Hand umschliesst den Kameragriff und der rechte Zeigefinger liegt am Auslöser. Um einen möglichst sicheren Stand zu gewährleisten stellt man sich in der „Boxerstellung“ auf, das linke Bein vorne, das rechte Bein hinten. Die linke Schulter nimmt man nach vorne, das heisst man dreht sich etwas seitlich. Der Kopf ist in Richtung linke Schulter gerichtet. An diese Schulter drückt man nun die linke Kameraseite hinein, damit sie dort abgestützt ist. Die linke Hand hält nun die rechte Hand am Handgelenk während der linke Ellenbogen an die Brust gedrückt wird und man schaut mit dem linken Auge durch den Sucher (Benutzer des rechten Auges müssen ihren Kopf ziemlich weit nach links drehen).

Bei langen Brennweiten kann man die Kamera mit dem kompletten linken Arm umschliessen und zudrücken, das Teleobjektiv liegt dann in der linken Armbeuge.

Das sieht ein wenig prollig aus, ich bekomme (nach Übung) damit aber 2-3 zusätzliche Blendenstufen „Verwacklungsreserve“ hin (1/8 Sek. statt 1/60 Sek.), ähnlich wie ein Bildstabilisator. Und es kostet absolut nichts.

Tipps: Graukartenimprovisation

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4. Tipp: Improvisierte Graukarte

Sie brauchen dringend eine Graukarte, haben aber gerade keine zur Hand? Mit folgenden Methoden kann man schnell eine improvisieren.

1. Handkarte:

Da ein Belichtungsmesser nur Grauwerte unterscheiden kann, kann man die Belichtungsmessung (Spotmessung!) auch an einer Handinnenfläche durchführen, die am besten schräg von der Hauptlichtquelle bestrahlt und nicht scharfgestellt wird. Nun zieht man genau einen Blendenwert ab und man erhält eine weitgehend exakte Belichtungsmessung.

2. Tempokarte:

Man kann auch ein sauberes Papiertaschentuch faltenfrei über die Frontlinse des Objektivs ziehen. Dann misst man die Belichtung in Richtung der Hauptlichtquelle. Dabei muss darauf geachtet werden dass, wie im 1. Beispiel, möglichst stark fehlfokussiert wird (wenn z.B. die Sonne die Hauptlichtquelle ist, einfach möglichst nah manuell fokussieren). Diese diffus belichtete Fläche ist ein guter Ausgangspunkt zur Belichtungsmessung. Manche Firmen bieten diese Lösung als Objektivdeckel mit eingebautem Diffusor an, das Prinzip ist gleich aber warum Geld für eine Notlösung zahlen?

Optimal ist in jedem Fall die „normale“ 18% Graukarte wie sie schon von Ansel Adams gefordert und von Kodak produziert wurde. Digitalfotografen können damit auch die Lichttemperatur messen, aber das ist ein anderes Thema.

Tipps: Histogramm

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3. Tipp: Histogramm richtig nutzen / Belichtung optimieren:
(zugegebenermaßen sind das mehrere Tipps, daher ausnahmsweise ein längerer Beitrag)

Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras (und auch viele Kompaktkameras) besitzen im Rahmen der Bildwiedergabe eine Histogrammfunktion, doch die wenigsten nutzen diese äusserst praktische Funktion überhaupt. Gleich zu Anfang sei gesagt, dass man diese Funktion keinesfalls überbewerten sollte – ein „schönes“ Histogramm macht noch lange kein schönes Bild. Teilweise ist es sogar erwünscht ein Bild mit starker Gewichtung von Schatten oder Spitzlichtern (Low-/Highkey-Aufnahmen) zu produzieren. Lies den Rest dieses Beitrags

Tipps: Gewitter ablichten

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2. Tipp: Blitzschläge in der Nacht fotografieren

Blitze in der Nacht zu fotografieren ist nicht schwer, solange man ungefähr weiss wie weit das Gewitter entfernt ist. Aus dem Zeitraum zwischen Blitz und Donner errechnet man die etwaige Entfernung und den daraus resultierenden Blendenwert wie folgt:

<bis 10 Sekunden: ❤ Km Entfernung = f/16
10-45 Sekunden: 3-10 Km Entfernung = f/8
>45 Sekunden: >10 Km Entfernung = f/5.6

Diese Werte sind physikalisch gesehen nicht exakt und entsprechen Erfahrungswerten. Sie gelten bei ISO 100 und einer Belichtungszeit von 30 Sekunden, bei anderen ISO-Werten (und Zeiten) muss entsprechend umgerechnet werden. Wenn die Blende korrekt eingestellt wurde, kann man bedenkenlos eine lange Belichtungszeit von 30 Sekunden wählen, sodass man mit hoher Wahrscheinlichkeit einen oder mehrere Blitze scharf abbildet.

Tipps: Handbouncer

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Mit diesem Beitrag startet der Knipskasper seine fotographische Trickecke. Die meisten Tricks kosten nicht viel bis gar nichts und bringen im Verhältnis zum Aufwand hohen Nutzen.

1. Tipp: Hand-Bouncer

Indirektes Blitzlicht gewinnt eine wärmere Farbe, wenn man seine linke Hand (die rechte bedient natürlich den Auslöser) als Bouncer verwendet. Dadurch wird das reflektierte Licht leicht orange. Dabei sollte der Blitz mindestens um 45° nach oben (gegen die Decke oder eine Wand) gerichtet sein, die Flache Hand liegt dann wie ein Vordach auf dem Blitz, der Blitzweg selbst muss frei sein!

Wer nicht weiss, was ein Bouncer ist – so muss es aussehen (das Bild stellt ein Bouncerkärtchen dar, wie es häufig in neueren Blitzen eingebaut ist – die Hand dann einfach statt der Karte darüberhalten):